Um beim Hausbau keine falschen Entscheidungen zu treffen, sollte man sich Gedanken zu den folgenden Fragen machen und die richtigen Antworten finden. Erst wenn man diese hat, sind Entscheidungen sinnvoll.
Sie kennen Ihre derzeitige Familiensituation, aber ein Haus ist eine sehr langfristige Investition, müssen Sie auch Sie auch noch Gedanken über die geplanten oder erwarteten Veränderungen in 5 oder 10 Jahren machen.
Wie alt sind Ihre Kinder heute, sind sie noch klein, dann müssen Sie folgende Fragen beantworten?
- Werden Sie für diese oder weitere Kinder zusätzlichen Wohnraum benötigen?
- Können Sie entsprechende Reserven z.B. im Dach- oder Untergeschoß bereitstellen.
- Wann wird ein solcher Ausbau notwendig
Sind Ihre Kinder schon etwas älter, sehen die Fragen ganz anders aus.
- Wie lange werden die noch im Hotel Mama wohnen?
- werden Sie in wenigen Jahren ausziehen, um zu studieren oder woanders zu arbeiten oder weil sie eine eigene Familie gründen?
- Wie viel Platz wird dann im Haus frei?
- Wie kann oder soll dieser dann genutzt werden?
- Wollen Sie z.B. eine Einliegerwohnung vermieten oder vielleicht eine Ferienwohnung einrichten, wie wir dies zweimal in unserem letzten Urlaub erlebt haben. In beiden Fällen müssen Sie so planen, dass diese Wohnungen dann in sich abgeschlossen sind.
Wenn Sie nicht mehr ganz jung sind, dann müssen Sie schon an Ihr eigenes Alter denken und so planen, dass Sie selbst möglich lange in Ihrem eigenen Haus wohnen können. Eine Frage, die auch für Jüngere durchaus sinnvoll ist.
Wie sicher sind Sie, dass Sie wegen Ihres Jobs noch lange am gleichen Ort leben können oder rechnen Sie damit, öfters Umziehen zu müssen.
- Wenn ja, was soll dann mit dem Haus passieren?
- Wollen Sie es verkaufen oder vermieten? Da sollten Sie vielleicht besser auf zu Extravagantes verzichten und sich dem Durchschnittsgeschmack annähern.
In einigen früheren Postings habe ich Ihnen einige Hinweise zur Grundrissgestaltung gegeben, jetzt müssen Sie ganz konkret Ihre eigenen Vorstellungen entwickeln und präzisieren.
Natürlich müssen Sie dabei Ihr Budget und die Möglichkeiten auf Ihrem Grundstück berücksichtigen bzw. wenn Sie noch keins Grundstück haben, dann entwickeln sich daraus die Rahmenbedingungen für Ihre zu erwerbendes Grundstück










Gründächer ein schönes Stück Natur
© Johannes Gerstenberg / PIXELIO
Die Begrünung von Dächern besitzt gegenüber der konventionellen Bedachung viele Vorteile.
Gründächer sind nicht nur äußerst sehenswert, sondern schaffen kostbare Biotope, welche Niederschläge in gewissem Umfang zurückhalten und zudem zur Verbesserung der Luft beitragen.
Des Weiteren bringt diese Art der Bedachung auch bauphysikalische Vorteile mit sich, so gleicht die Begrünung Temperaturschwankungen aus und kühlt in heißen Sommertagen oder wärmt im Winter.
Bei der Begrünung von Dächern ist die Dachneigung ausschlaggebend. Bei einer Dachneigung von 5 – 15 % gelingt die Realisierung der Begrünung am einfachsten. Bei dieser Dachneigung muss keine spezielle Dränage eingebaut werden um Staunässe zu vermeiden und es ist nicht notwendig, besondere bauliche Vorkehrungen zu schaffen um das Abrutschen von Substrat zu vermeiden.
Allerdings ist in jedem Fall ein Schutz vor Witterungseinflüssen der Bauteile unter der Dachbegrünung und ein Durchwurzelungsschutz vorzusehen. Eine übliche Bitumenschicht reicht nicht aus, da sie von verschiedenen Pflanzenwurzeln durchdrungen werden kann. Aus diesem Grund wird empfohlen einen zusätzlichen Schutz aus bitumenverträglichen Kunststofffolien anzubringen.
Die Durchwurzelungsschicht wird durch Substrat gebildet und dient als Speicher für Nährstoffe und Wasser. Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden mineralische Leichtzuschläge ( recycelter Ziegelstein, Blähton, Bims, Blähschiefer oder Lava) dem Mutterboden zugesetzt. Der Anteil des Mutterbodens sollte bei geneigten Dächern von oben nach unten abnehmen, damit die Dränwirkung des Substrates gefördert wird. Bei Extensivbegrünungen sollte man darauf achten dass der Mutterboden nicht zu nährstoffreich sein darf und sollte gegebenenfalls mit Sand abgemagert werden. Die Dicke des Substrates hängt von der Dachneigung und der Vegetation ab. Sie beträgt in der Regel 15 cm bei einer Extensivbegrünung und einer Dachneigung von 5%.
Die Pflanzen auf Dächern sind häufig extremen Belastungen durch Wind und Sonne ausgesetzt, je nach Dachneigung und Substratdicke kommt auch Stress durch Trockenheit hinzu, deshalb sollte möglichst ein dichtes Vegetationspolster etabliert werden.
Tipp: Mittlerweile kann man sogar für die Begrünung von Dächern Zuschüsse beantragen und zinsvergünstigte Darlehn erhalten.