Ein freistehendes Einfamilienhaus mit mehr oder weniger großem Garten?
Eine Doppelhaushälfte -oder ein Reiheneckhaus?
Ein Reihenhaus?
Eine Eigentumswohnung in einer kleineren Anlage?
Eine Eigentumswohnung in einer größeren Anlage?
Natürlich ist dies auch, vielleicht sogar in erster Linie eine Frage des Geldes, aber durch entsprechende Sparausführungen, durch spätere Erweiterungen, z.B. Ausbau des Dach- oder Untergeschoßes, kann man auch bei nicht zu üppigen Mitteln unter den beschriebenen Varianten wählen, die noch durch entsprechende Altbauten, die man kaufen und den eigenen Bedürfnissen anpassen kann, erweitert werden können.
Aber jede dieser Möglichkeiten hat seine Vorzüge oder Nachteile, über die man sich klar werden muss, ehe man zu einer Entscheidung kommt.
Nehmen wir ein Ehepaar ohne Kinder, beide voll berufstätig und auch sonst viel auf Achse. Ist für die ein freistehendes Einfamilienhaus mit großem Garten sinnvoll? Nur wenn sie es sich leisten können, den Garten durch einen Dritten pflegen zu lassen, denn ein Garten kostet viel Zeit, auch wenn es in der Fachliteratur Bücher gibt, in denen behauptet wird, mit 2-3 Stunden in der Woche ließe sich ein größerer Garten in Ordnung halten.
Besser wäre das Paar sicher mit einer Eigentumswohnung in einer größeren Wohnanlage bedient, wo ein Hausmeister oder ein Unternehmen den Bewohnern alle lästigen Arbeiten wie Gartenpflege oder Schneeräumen abnimmt. Auch sind hier meist weniger Flächen in der Wohnung sauber zu halten und zu pflegen als in einem meist größer dimensionierten Einfamilienhaus.
Beim Wohnen in einem Reihenhaus hält sich die Gartenarbeit in Grenzen, allerdings sitzen einem die Nachbarn doch ziemlich nahe auf der Pelle, sie hören fast jedes Gespräch ihrer Nachbarn auf der Terrasse oder im Garten mit und die natürlich die ihrigen.
In jungen Jahren macht das Wohnen auf 2 oder 3 Etagen, wie es bei Reihenhäusern üblich ist, keine Probleme, obwohl man doch an manchen Tagen öfters treppauf-Treppab läuft, aber das dient ja der Kondition, doch wenn man älter wird, dann kann es durchaus beschwerlich sein, selbst wenn es Hilfsmittel wie Treppenlifte gibt. Doch der Zuschnitt des Hauses bietet kaum Alternativen.
In meinen Einfamilienhaus wohnen wir auch auf zwei Etagen, doch im Alter wäre es möglich, das Bad und das Schlafzimmer ins EG zu verlegen, ok. Ich hätte dann kein eigenes Arbeitszimmer mehr aber das ließe sich ja verschmerzen und der Hausarbeitsraum würde auch nicht mehr zur Verfügung stehen.
Eine Familie mit Kinder ist mit einem Einfamilienhaus im Grünen sicher besser beraten als mit einer Eigentumswohnung, in der Kinder als störende Elemente empfunden werden.
Vor einer Entscheidung müssen Sie sich Gedanken machen, wie wollen Sie leben, wie viel Zeit haben Sie für Haus und Garten zur Verfügung. Fragen Sie Bekannte und Verwandte nach deren Erfahrungen in deren jeweiliger Wohnsituation und seien Sie bei Besuchen aufmerksam, ob Sie an der Wohnsituation etwas besonders stört und wenn dies der Fall ist, dann sollten Sie dies in Ihre Entscheidung einfließen lassen.
Warum gibt es beim Bauen so viel Ärger?
Liegt es wirklich nur an den „bösen“ Bauträgern, Generalunternehmern, Bauunternehmern und Handwerker, die nichts lieber tun, als die „armen“ Bauherren über den Tisch zu ziehen, mit immer neuen Nachforderungen kommen und mängelbehaftete Häuser und Wohnungen abliefern.
Wenn man der Presse und vor allem manchen Fernsehberichten oder Internetforen Glauben schenken will, dann scheint dies so zu sein.Natürlich gibt es immer wieder schwarze Schafe unter den Firmen, doch die weit überwiegende Mehrheit arbeitet seriös und will ihre Kunden zufriedenstellen und schafft das auch häufig, doch da nur bad news good news sind, wird darüber nie berichtet.
Doch liegt es nicht manchmal auch den Bauherren selbst?
Vielen halten die „Geiz ist geil“ Methode für das Nonplusultra auch beim Hausbau. Man will alles, aber zu einem extrem niedrigen Preis ohne darüber nachzudenken, dass jede vernünftige Leistung eben Geld kostet und dass alle Unternehmen nur mit Wasser kochen.
Wer also bei Unternehmen kauft, die extrem günstig anbieten, muss damit rechnen, dass es eine Haken bei der Sache gibt, dass minderwertige Produkte eingebaut werden, dass hohe Nachforderungen auf einen zukommen, weil die Baubeschreibung oder das Leistungsverzeichnis löchrig wie Schweizer Käse ist und es besteht eine hohe Gefahr, dass das Unternehmen noch während der Bauzeit oder während der Gewährleistungszeit insolvent wird.
Aber leider trifft der Umkehrschluss, teurere Anbieter liefern immer Qualität nicht zu, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher.
Aber vielleicht noch wichtiger für Streitereien am Bau sind die ungenügende Vorbereitung der Bauherren aufs Bauen.
Denn sie wissen nicht, was sie wollen, sie können sich nicht vorstellen, was sie erhalten und sie vereinbaren nicht genau genug, was gebaut werden soll.Bauherren müssen sich vor dem Bauen ganz genau darüber klar werden, wie sie in ihren neuen 4 Wänden leben wollen, sie müssen mit dem Planer genau festlegen, wie das Haus ausgeführt werden soll und sie müssen genau das mit dem oder den ausführenden Unternehmen vereinbaren und sie sollten auf Änderungen während der Bauausführung verzichten, denn diese kosten Geld und nicht wenig.
Ich werde über die sinnvollen und notwendigen Vorarbeiten für Bauherren immer wieder hier im Blog berichten und empfehle demjenigen, der kurz vor dem Bauen steht, meinen Bauherrenratgeber, den Sie hier für € 9,95 kaufen können.