Monatliches Archiv: Januar 2010

Welches Traumhaus kann ich mir leisten?

Dazu müssen Sie ganz einfach wissen, wie viel Geld Sie monatlich zur Verfügung haben, über welche Mittel Sie verfügen können und was Sie an Eigenleistungen erbringen können.

Das klingt ganz einfach, aber der Teufel steckt wie immer im Detail.

Wenn Sie noch kein Haushaltsbuch führen, wäre dies eine gute Gelegenheit, damit anzufangen, denn dann haben Sie die Zahlen gleich parat.

Sonst müssen Sie eben die einzelnen Beträge auflisten, entweder auf dem Papier oder bequemer in einer Exel-Tabelle.

Schauen Sie zuerst anhand Ihrer Kontoauszüge welche monatlichen Ausgaben Sie regelmäßig haben, z.B. Miete mit Nebenkosten, Lebensversicherungen, andere Versicherungen, Beiträge, Ratenzahlungen uvam.

Aus den Barabhebungen, Abbuchungen und anderen Überweisungen können Sie dann leicht auf die laufenden Ausgaben schließen, es empfiehlt sich allerdings, diese doch etwas zu präzisieren und das Ganze über einige Monate verfolgen.

Überlegen Sie also und schreiben es entsprechend auf, welche Ausgaben Sie im Monat für Lebensmittel, für Kleidung und Schuhe, zum Ausgehen (Restaurant, Kino, Theater usw.) oder für Sport haben.

Notieren Sie die Ausgaben rund ums Auto, Benzin, Versicherungen, Werkstattrechnungen und Vergessen Sie nicht die „Abschreibung“, denn irgendwann werden Sie wohl ein neues Auto fahren wollen. Wenn dies in den nächsten ein, zwei Jahren sein sollte, dann müssen Sie dies entsprechend berücksichtigen.

Wenn Ihre Partnerin, Ihr Partner oder Ihre Kinder öffentliche Verkehrsmittel benutzen, müssen diese Kosten natürlich anteilig berücksichtigt werden.

Rechnen Sie jetzt noch die Ausgaben, die nur ein- bis zweimal jährlich anfallen, wie z.B. Versicherungen, Jahresbeiträge, Müllabführ, Stromkosten, Jahresabrechnung der Nebenkosten, auf den Monat um und denken Sie auch an die Kosten für Ihren Urlaub, auch diese Ausgaben sind auf den Monat umzulegen.

Jetzt sollten Sie noch darüber klar werden, welche größeren Ausgaben in den nächsten Monaten anstehen, wie z.B. Kühlschrank, Waschmaschine, PC oder Fernseher und welche wohl unbedingt erforderlich sind und welche auch noch hinausgeschoben werden können.

Wenn Sie jetzt alles zusammenrechnen, dann haben Sie Ihren monatlichen Aufwand errechnet, sollten aber noch eine gewisse Reserve einplanen für das Unvorhergesehene, das immer dann kommt, wenn man nicht damit rechnet.

Überlegen Sie sich auch, welche Änderungen durch Ihre persönliche Lebensplanung bzw. innerhalb der Familie sich ergeben sollen, z.B. ein (weiteres) Kind oder der Zuschuss für ein studierendes Kind.

Schneller geht es i.d.R. die Einnahmen zusammenzustellen, die Gehälter von Ihnen und Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner, Kindergeld, das auf den Monat umzulegende Weihnachtsgeld, wenn Sie noch in Genuss desselben kommen. Miet-und Zinseinnahmen, wobei ich letztere nur bedingt anrechnen würde, denn beim Bauen wird sich Ihr Kapital schnell verringern und genauso schnell die Zinsen.

Haben Sie sonst noch Nebeneinkünfte wie Vortragshonorare oder als Übungsleiter? Wenn Sie diese mittelfristig erhalten, gehen sie in die Berechnung ein, sind es nur temporäre Einnahmen, dann würde ich Sie nicht in die Berechnung einbeziehen.

Jetzt haben Sie ein 1. Zwischenziel erreicht, sie wissen, ob Ihre Ausgaben durch Ihre Einnahmen gedeckt sind, ob sie jeden Monat etwas übrig haben oder ob Sie eigentlich jeden Monat minus machen, dann sollten Sie sich allerdings keine Hoffnungen auf die eigene 4 Wände machen, es sei denn Sie gewinnen im Lotto – wenn Sie regelmäßig spielen, haben Sie die Ausgaben hoffentlich berücksichtig –  oder Sie räumen bei Jauch im Fernsehen ab oder Sie machen überraschend eine größere Erbschaft.

Wie es mit Ihrer Berechnung weitergeht, dazu in einem späteren Artikel mehr.

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Aktualisierte Verbraucherbauverträge

Neue Kategorie „Recht und Immobilien“ eingerichtet, hier möchte ich Ihnen zukünftig Wissenswertes zu Verträgen und Gerichtsurteilen mitteilen, wobei es sich natürlich um keine Rechtsberatung handelt.

Die im August 2008 veröffentlichen Bauvertragsmuster des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes und der Eigentümer Schutzgemeinschaft Haus & Grund wurden aktualisiert, wie die beiden Verbände in einer Pressemitteilung vom 28.01.10 mitteilen.

Die Vertragsmuster kann sowohl hier als auch hier als pdf-datei kostenlos downloaden, wenn auch die Menüführung durchaus verbesserungsfähig wäre, zumindest habe ich etwas Probleme damit gehabt.

Die Herausgeber betonen, dass durch die Musterverträge eine Ausgewogenheit zwischen Anbietern und Nachfragern erreicht würde und dass damit ein hohes Maß an Rechtssicherheit erreicht werden können und vertrauensbildend seien.

Es gibt zwei Vertragsmuster, einmal einen Vertrag für die Vergabe von Gewerkeleistungen und einen fürs schlüsselfertige Bauen, wenn auch das Wort schlüsselfertig im Download vermieden wird.

Da es beim Bauen immer wieder Probleme bei der Auslegung der abgeschlossenen Verträge gibt und nicht alle Bauherren in der Lage sind, die rechtlichen Aspekte der einzelnen Vertragsklauseln zu beurteilen, können solche Muster durchaus hilfreich sein.

Allerdings empfiehlt sich meiner Ansicht nach auch hier eine Prüfung des Vertragsinhalts, denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Dies gilt vor allem, wenn der Vertragspartner an der einen oder anderen Stelle eine Änderung vornehmen möchte oder vorgenommen hat.

Mindestens genauso wichtig ist aber eine eineindeutige Leistungsbeschreibung, die immer individuell gestaltet werden müssen und bei denen vor allem die Bauherren dafür Sorge zu tragen haben, dass alle ihre Wünsche und Vorstellungen auch in vollem Umfang berücksichtigt werden.

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Die eigenen 4 Wände, aber welche?

Sie haben einen Traum.

 

Einen Traum, den viele in unserem Land haben und hatten, den Traum von den eigenen 4 Wänden. Viele haben ihn schon realisiert, doch bei manchen wurde aus dem Traum ein Albtraum.

Waren und sind das einfach Pechvögel oder gibt es Gründe für das bittere Ende eines schönen Traums?

Wenn man genauer hinsieht, stellt man gar nicht so selten fest, das war kein Pech oder zumindest nicht nur Pech, sondern es liegen ganz persönliche Fehler oder Fehleinschätzungen zu Grunde.

Sei es, dass man sich bei der Finanzierung oder den geplanten Eigenleistungen übernommen hat, sei es, dass man an der falschen Stelle der „Geiz ist geil“ Mentalität gefrönt hat und so an Partner geraten ist, die vorsätzlich oder fahrlässig nicht das geliefert haben, was vereinbart war.

Sei es, dass sich diese Bauherren nicht klar darüber waren, was sie eigentlich wirklich wollten oder die es versäumt haben, das mit Planer, Unternehmer und Handwerker genau zu vereinbaren, was sie wollen und erwarten.

Damit Sie diese und andere Fehler vermeiden, möchte ich Ihnen in diesem Blog immer wieder Tipps und Hinweise geben, damit Ihr Traum ein schönes Ende hat.

Doch wie können Sie vorgehen, bei der fast unendlich scheinenden Vielfalt von Möglichkeiten.

Soll es ein freistehendes, unterkellertes Einfamilienhaus mit großem Garten sein oder doch eher ein Doppel- oder Reihenhaus oder reicht es nur zu einer Eigentumswohnung?

Soll es ein Neubau sein oder wollen Sie etwas Fertiges oder Gebrauchtes kaufen?

Soll es ein Sanierungsobjekt sein?

Wollen oder können Sie viel selbst machen oder wollen Sie lieber ein schlüsselfertiges Haus oder vielleicht doch lieber ein Fertighaus?

Natürlich müssen Sie sich dazu Ihre Gedanken machen, doch bevor Sie sich in ein Haus, einen Grundriss oder ein Grundstück verlieben, empfehle ich Ihnen zuerst ganz praktisch etwas ganz anderes.

Da Sie nicht wie der Staat über Ihre Verhältnisse leben können, müssen Sie sehr sorgfältig prüfen, was Sie sich leisten können.

Wenn das Geld nicht reicht, so sollten Sie überlegen, wie wichtig Ihnen Ihr Traum ist und ob Sie bereit sind für dessen Erfüllung an Ihrem bisherigen Lebensstandard Abstriche zu machen. Vielleicht etwas weniger Geld für den Urlaub ausgeben, das Auto einige Jahre länger fahren und was es sonst noch an Einsparpotenzial gibt.

Wie Sie Ihr Budget ermitteln können, dazu werde ich in Kürze etwas schreiben.

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Schnee schippen oder Schnee fräsen

Das kennen Sie sicher auch.

Sie schlummern selig dem Morgen entgegen, haben vielleicht gerade einen besonders angenehmen Traum, als Sie plötzlich hochschrecken.

Direkt unter Ihrem Fenster beginnt eine Höllenmaschine zu röhren und wenig später kommen aus der näheren und weiteren Umgebung der Lärm weiterer Motoren hinzu und Sie wissen, es sind wahrscheinlich 4-5 cm Schnee gefallen und die Herrscher über die Motoren müssen sich profilieren und die wenigen Schneeflocken gnadenlos in die Luft wirbeln.

Die Schneefräser haben Spaß und sie helfen den Nachbarn beim Aufwachen und ersetzen so den nunmehr unnötigen Wecker.

Aber betrachten wir die Sache mal ganz sachlich, ist der Einsatz einer kleinen Schneefräse – außer in den Hochlagen der Mittelgebirge und im Alpenvorland – bei uns überhaupt sinnvoll?

Schneefräsen sind im Gegensatz zu einer Schneeschippe nicht gerade billig, sie verursachen – wie schon beschrieben – erheblichen Lärm, sie verpesten die Umwelt und sie kosten bei jedem Einsatz Geld, denn leider laufen die Motoren nicht mit Wasser. Sie brauchen im Winter, aber auch im Sommer einen Platz, wo sie abgestellt werden können.

Viele Nachteile und nur wenig Vorteile: Sie wirbeln den Schnee gründlich weg, worüber sich Zäune, Gartentüren und Hecken freuen, denn sie kriegen ihn ab.

Es kostet kaum körperliche Anstrengungen, um das Gerät zu bedienen, das ist besonders wichtig, denn wir bewegen uns ja alle viel zu viel oder irre ich mich da.

Also ich bleibe bei der guten alten Schneeschippe, die ich seit Jahren habe und die damals nur wenige DM gekostet hat. Ich freue mich, dass Schnee gefallen ist und räume den gerne beiseite und denke schon an den späteren gemütlichen Winterspaziergang oder einen flotten Lauf auf der Loipe.

Nach der körperlichen, aber durchaus gesundheitsfördernden Anstrengung schmeckt mir mein Frühstück dann besonders gut.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich habe gut 60 m Gehweg, 15 m Gartenwege ( sehr schmal) und fast 50 qm Garagenvorplatz zu räumen und das dauert selten länger als 30 min.

Nur ein oder zweimal im Jahr, wenn sehr viel, sehr nasser Schnee gefallen ist, dann erfüllt mich insgeheim ein gewisses Neidgefühl, wenn ich meine Nachbarn mit ihren Fräsen sehe.

Aber auch das veranlasst mich nicht zum Kauf einer solchen Höllenmaschine.

Übrigens,

wenn Sie ein Haus bauen oder kaufen wollen, dann sollten Sie schon auch daran denken, wie viel Gehweg Sie räumen oder im Sommer auch mal kehren müssen.

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